Redebeitrag zur Demo: “IfS dicht machen! – Neue Rechte alt aussehen lassen“, Schnellroda 17. Februar 2017

Lieber Martin,

wir wissen, dass du es gar nicht magst, wenn man dich thematisiert. Deswegen machen wir es einfach mal. Vermutlich hockst du grad an einer Längsseite eines Tisches im Veranstaltungsraum des Schäfchens, oder du filmst, dir mit der Zunge die Mundwinkel ausleckend, die böse Antifa, die jedes Mal kommt, um deinem intellektuellen Schamanen und seiner Ziege auf die Nerven zu gehen. Wir sind uns jedoch sicher, dass du aufgrund deines Narzissmus den Beitrag lesen wirst. Dabei ist uns auch egal, ob du dir in Wien in die Hose gemacht hast, oder deine 15 Fotos um zu beweisen, dass dem nicht so war. Denn weder dein Narzissmus, noch deine eventuelle Inkontinenz sind schlussendlich politische Kategorien, die zu kritisieren sind. Grund unseres Beitrages ist dein morgiger Vortrag, bei dem Du zur Gewaltfreiheit der Identitären Bewegung schwafeln willst, während du mit dem Finger am Abzug der Pfefferspraypistole in der Hosentasche spielst. Dies und deine Verbalinkontinenz, die du mit deiner Agitation faschistischer Ideologie verbreitest, sind die Gründe, warum es sich lohnt dich in den Fokus zu nehmen.

Lieber Martin, wir kennen uns. Nein, noch nicht so lange, dass wir dich bei deinen Neonaziaktivitäten im Umfeld von Küssel erlebt hätten, die du nonchalant mit einem Verweis auf Jugendsünden beiseite wischst, wie du es auch mit den Kategorien der Klasse und Rasse machst. Ja, lächelnd argumentative Luftgebäude aufbauen, das kannst du. Bestimmt auch lächelnd über die Friedfertigkeit deiner testosterongesteuerten Jugendbande referieren, doch wie sieht es in der Realität aus? Bei unseren Treffen, als du die aus neonazistischen Schlägern bestehenden hallenser Ableger besuchtest, warst du gar nicht so friedfertig. Wir konnten erleben, als du zum rasenden Ziegenbock mutiertest, als etwas nicht so klappte, wie du es dir vorgestellt hast. Wir konnten erleben, wie aus der intellektuellen neurechten Avantgarde ein ordinärer rechtsextremer Schlägertrupp wurde.

Lieber Martin, und zu der Sache in Wien: wir können uns gut vorstellen, wie du feuchte Hosen bekamst, als du deinen Drang zur unmittelbaren aggressiven Tat befriedigen konntest. Als du mit einem, für den Angegriffenen als Pistole wahrzunehmenden, Gegenstand mal schön auf die „volkszersetzenden“ Linken ballern konntest. Als du deine von Abwehrhalluzinierungen nur so triefende faschistische Ideologie konkretisieren konntest. Natürlich im Duktus der heroischen Tat, des sich aufopfernden heldenhaften Recken. Als du dich kurz als Ernst Jünger fühlen konntest, halten wir es für möglich, dass sich auch die Verbindung deiner Libido mit der ausführenden Gewalt, in der Tat einer feuchten Hose artikulierte.

Lieber Martin, warum sagen wir das so? Warum thematisieren wir das? Weil es den Kern eurer Ideologie betrifft. Weil ihr euch mit jedem Argument auf die Gewalt bezieht, die ihr gewollt seid gegen nicht zum Volkskörper Gehörende anzuwenden. Doch, lieber Martin, das werden wir nicht zulassen. Deswegen thematisieren wir dich und deine Gewaltgeilheit. Deswegen gehen wir dir und Götz auch jedes Mal in dem von euch als ruhigen Agitationsort imaginierten Schnellroda auf die Nerven.

Alerta Antifascista.
Für die Befreiung der Ziege.

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